DIE LINKE im Würzburger Stadtrat
Tagesordnung des Würzburger Stadtrats
Anfrage an den OB Herrn Rosenthal / 31.3.2010 / Holger Grünwedel, Belinda Brechbilder

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

wir stellen folgende schriftliche Anfrage:

Nutzung von Gewerbeflächen

Meldung - 12.4.2010

Stadt Würzburg verbietet Naziaufmarsch am 1.Mai

Auf der Internetseite der Stadt Würzburg findet sich die Meldung, dass die Stadt Würzburg den Naziaufmarsch verbieten wird. 

Unsicher ob Verbot Bestand hat

Bündnis: Würzburg ist bunt, nicht braun!

Allerdings zeigt die Erfahrung, dass es Anmeldern der Neonazi-Szene regelmäßig gelungen ist, dennoch die Durchführung vor Gericht zu erstreiten. Es bleibt zu hoffen, dass dieses Verbot Bestand hat, für eine Entwarnung ist es zu früh. 

Die Vorbereitungen des Bündnisses "Würzburg ist bunt" sollten auf jeden Fall weiter gehen.

29 . Okt.  2009 - Antrag an den Stadtrat

Erstellung eines Würzburger Reichtums- und Armutsberichts

Der Stadtrat möge beschließen:

Die Verwaltung wird beauftragt, einen Würzburger Armuts- und Reichtumsbericht für das Jahr 2009 zu erstellen. Der Bericht soll alle zwei Jahre fortgeschrieben werden....

Vollständiger Antrag ....

Ergebnis: Der Antrag wurde mit großer Mehrheit abgelehnt.
Etwa 1 Dutzend Stadtratsmitglieder unterstützen den Antrag.

Pressemitteilung vom 23.10.2009

Unzureichende Information der Öffentlichkeit und des Stadtrats

Linie 6: Anliegern drohen Kosten in Millionenhöhe


Auf Anfrage des Stadtrats der Linken, Holger Grünwedel, wurde bekannt, dass im Zuge des Baus der Linie 6 auf die Anwohner Kosten in Millionenhöhe zukommen können. (Anfrage vom 2.10. - Antwort in Stadtratssitzung vom 22.10.2009)

"Daß man in der Diskussion um die Linie 6 die Bürger und den Stadtrat über mögliche Anliegerbeiträge in Millionenhöhe nicht informiert hat ist mehr als bedenklich. Wäre dies der Öffentlichkeit und dem Stadtrat bekannt gewesen, hätte die Diskussion mit großer Wahrscheinlichkeit einen anderen Verlauf genommen." erklärt Holger Grünwedel.

Es ist nicht hinnehmbar, daß die Bürger in einer solchen Größenordnung zur Finanzierung herangezogen werden. Gerade in dem Stadtteil Frauenland sind die meisten mehrgeschossigen Häuser im Besitz von Genossenschaften. Auch die Eigentümer von Einfamilienhäusern sind meist keine Großgrundbesitzer.

Für viele Eigenheimbesitzer, sind Umlagen in dieser in Aussicht gestellten Größenordnung nicht aus der Portokasse zu zahlen. Für manchen war dies Teil der Altersvorsorge - jetzt drohen zusätzlich zu den Bankraten, jahrelange Raten zum Abstottern der Umlage für Kosten im Zuge der Baumaßnahmen der Linie 6. Auch die Wohnungsgenossenschaften wären davon in erheblichem Maße betroffen.

Die Linke hat ihre Zustimmung zur Linie 6 unter anderem von größtmöglicher Transparenz abhängig gemacht und eine bürgernahe Planung gefordert. Die Linie 6 kann nur mit den Bürgern gebaut werden - sonst wird dieses Projekt scheitern. Die Schuld daran tragen dann diejenigen, die solche Praktiken zu verantworten haben.

Anfrage an den OB Herrn Rosenthal / 2.Okt. 2009 / Holger Grünwedel:

Linie 6: Neugestaltung von Wegen

Kommen auf Anwohner Kosten zu?

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

für die nächste Stadtratssitzung stelle ich folgende Anfrage:

Bei dem Bau der neuen Straßenbahnlinie 6 werden die öffentlichen Wege neu gestaltet. Wird es dabei auch zu Anlieger-  bzw. Erschließungsbeiträgen für die Bürger kommen?

Kann man die Erhebung von Anlieger- bzw. Erschließungsbeiträgen die in irgendeinem Zusammenhang mit dem Bau der Linie 6 stehen sicher ausschließen?

Holger Grünwedel

Antwort von Herrn Schuchart (Referat I) vom 15.10.2009:

Die ausführliche Antwort  hier als pdf.

Kernaussage:

Die Maßnahmen, die direkt mit der Linie 6 zu tun haben, trägt die WSB vollständig,

ABER 

es ist davon auszugehen, dass im Zusammenhang Verkehrsanlagen (Straßen) verbessert/erneuert werden. In diesem Zusammenhang stehende Kosten werden anteilmäßig auf die Anlieger umgelegt. 

Genaues kann man erst nach einer genauen Untersuchung sagen, allerdings ist von Kosten in Millionenhöhe auszugehen.


Antrag - 14.10.2009: B.Brechbilder, H.Grünwedel

Antrag - Einrichtung eines Bürgerhaushalts 

Antragstext | Antwort 
Der Antrag wurde angenommen.

Anfrage an den OB Herrn Rosenthal  - 21.10.2009: B.Brechbilder, H.Grünwedel

Anfrage zu Kopierkosten in Grundschulen

Gibt es günstigere Möglichkeiten? 

Antragstext | Antwort 
Ergebnis in Kürze: die Verwaltung sieht keine weiteren praktikablen Einsparmöglichkeiten.

Anfrage an den OB Herrn Rosenthal  - 21.10.2009: B.Brechbilder, H.Grünwedel

Anfrage zu Ein-Euro-Jobs

Fragenkatalog zu Art, Umfang und Qualität der Ein-Euro-Job-Maßnahmen in Würzburg

Der DGB kritisiert, dass Ein- Euro-Stellen häufig für reguläre Tätigkeiten missbraucht werden. Dieses Problem gäbe es auch bei den Kommunen. 

Auch der Bundesrechnungshof beklagt den missbräuchlichen Einsatz von sogenannten Ein-Euro-Jobbern. Meistens handele es sich bei den geförderten Tätigkeiten um reguläre Aufgaben der öffentlichen Hand. 
Mit den Ein-Euro-Jobs sollten somit reguläre „Arbeitskräfte eingespart oder ein haushaltsbedingter Personalmangel ausgeglichen werden“. In sechs von zehn Fällen habe die Verwaltung neben der Entschädigung eine „monatliche Maßnahmepauschale von mindestens 200 Euro je Teilnehmer gezahlt, selbst wenn nur einfachste Tätigkeiten zu erledigen waren. Es handelte sich dabei überwiegend um eine Mitnahme von Fördermitteln.“

Auch bei der Stadt Würzburg bestehen  Arbeitsgelegenheiten  mit Mehraufwandsentschädigung. Nach § 16 Abs. 3 SGB II dürfen sogenannte 1-Euro-Jobs nur eingerichtet werden, wenn die Arbeiten im öffentlichen Interesse liegen und darüber hinaus das Kriterium der Zusätzlichkeit erfüllen.

Vor diesem Hintergrund stellen wir folgende Anfragen:

Fragenkatalog

Sinngemäße Kurz-Zusammenfassung Fragen und der Antwort des Sozialreferat - H. Scheller vom 5.11.2009 (Stand 15.10.2009)

[1] Wie viel 1€-Jobs gab und gibt es - Wieviele führten tatsächlich zu Beschäftigung?
Seit 2005 wurden 857 Personen per 1€-Job beschäftigt. Derzeit sind es 120. Von den 857 Personen wurden 55 Personen dann tatsächlich in ein Beschäftigungsverhältnis übernommen. Darunter auch eine ungenannte Zahl von Personen, deren Lohn durch SGB II §16e zum Großteil vom Arbeitsamt übernommen wird.

[2+3] Wer kontrolliert die gesetzliche Vorgabe, dass 1-Euro-Jobs gemeinnützig und zusätzlich sein müssen?
Die beantragenden Stellen werden auf die Vorschriften hingewiesen - dies ist die Grundlage für die Bewilligung und wird nicht weiter geprüft.

[4] In welcher Weise übt der Personalrat sein Mitbestimmungsrecht aus?
Nach der gerichtlichen Feststellung des Mitbestimmungsrechts gibt der Personalrat sein Votum zu beantragten Kontingenten (wie in der Anlage beschrieben) ab.

[5] Bitte geben sie 5 konktete Arbeitsbeschreibungen 
Es wird auf die Übersicht in der Anlage verwiesen, mit dem Hinweis eine weitere konkretisierte eine konkretisierte Anfrage zu stellen.

[6] Anfrage zu Art und Umfang der Qualifizierungsmaßnahmen
Das Qualifizierungsangebot sei fall- und trägerabhängig. Bei manchen Stellen stehen Rechner zum Schreiben von Bewerbungen zur Verfügung. Den 1-Euro-Jobbern stünde die Nutzung des Weiterbildungsangebots der Stadt in vollem Umfang freil.

[7] Wie findet eine Qualitätskontrolle statt?
Mitarbeiter der ARGE besuchen die Träger. Nach Ende des Bewilligungszeitraums (1 Jahr) muss ein Antrag zur Fortsetzung mit der Zusicherung der Einhaltung der Förderbedingungen gestellt werden.

[8] Wie viele Kooperationspartner hat die ARGE bei 1€-Jobs?
Derzeit sind es ca. 50.

[9] Welcher Betrag wurde an die Träger für die Durchführung der Maßnahmen bezahlt?
Es wurde keine absolute Zahl genannt.  Bis 58 Jahre erhalten 1€-Jobber 1€/Stunde - ab 58 Jahren sind es 1,50€/Stunde.
Die durchschnittliche Zahlung an Träger je 1€/Jobber und Monat:

  •   Kommunale Träger:  73,75€/Person/Monat
  •   Freie Träger:      57,75€/Person/Monat

[10] Sind Fälle von Veruntreuung durch Träger bekannt?
Kein Fälle bekannt.

[11] Unter welchen Bedingungen können 1-€-Jobber die Maßnahme abbrechen ohne Sanktionen befürchten zu müssen?
Eine direkte Antwort erfolgte nicht. Der Einsatz soll nur freiwillig erfolgen. Der Einsatz als Sanktionierungsmethode erfolge nicht. Für die Einhaltung dieser  Grundsätze sei der jeweilige Träger verantwortlich.

Hier die Antwort im Originaltext.


Anfrage an den OB Herrn Rosenthal -  21.10.2009 - B.Brechbilder, H.Grünwedel

Kosten der Unterkunft für Empfänger von ALG II in Würzburg

Bund beabsichtigt die Senkung des Finanzierungsanteils
Auswirkungen auf den Haushalt und Entwicklung in Würzburg

Das Bundeskabinett hat am 7. Oktober 2009 - auf seiner letzten Sitzung in der 16. Wahlperiode - einen Gesetzesentwurf zur weiteren Absenkung des Finanzierungsanteils des Bundes an den KdU beschlossen. Es ist beabsichtigt, den Bundesanteil von durchschnittlich 26 % auf durchschnittlich 23,6 % abzusenken.

.... Vollständige Anfrage mit Fragenkatalog.

Fazit aus der Antwort der Stadtverwaltung:
Auf die Stadt kommen deutlich höhere Kosten zu -
sowohl durch den höheren zu erwartenden Finanzbedarf für 2010
( Annahme der Verwaltung: +600.000€) für die Kosten der Unterkunft,
wie auch durch die Senkung des Bundeszuschusses
(Aussage Verwaltung: - 270.000 €).  Vollständige Antwort

Anfrage an das Bürgerspital - 29.9.2009 / Holger Grünwedel:

Bürgerspital 

Erhöhung der Heimentgelte St.Maria

Sehr geehrter Herr Rückert, 

im Schreiben vom 19.7.09 kündigt das Bürgerspital die Erhöhung der Heimentgelte für die Bewohner im Haus St. Maria zum 1.9.09 an. Diese Erhöhung kann ich vor allem mit der in diesem Schreiben angeführten Begründungen, so nicht akzeptieren. 

Das Bürgerspital ist nicht mehr im kommunalen Arbeitgeberverband und hat individuelle Arbeitsverträge, somit ist die Begründung für die Erhöhung der Personalkosten, wie von Ihnen beschrieben, so nicht nachvollziehbar. Was mich jedoch besonders erstaunt hat, wie in dem Schreiben behauptet wird, dass die Stiftung Bürgerspital die Senioreneinrichtungen zusätzlich subventioniert. Nach meinem Informationsstand, verhält sich es genau umgekehrt. Um Aufklärung dieses Sachverhaltes möchte ich Sie bitten.

Volltext (pdf)

Antwort von Herrn Dr. Rückert (Ltd. Stiftungsdirektor Bürgerspital) vom 6.10.2009:

Sehr geehrter Herr Grünwedel,
ich danke für Ihr Schreiben vom 29.09.2009 in obiger Angelegenheit. Das Jahrergebnis 2007 für die Stiftung Bürgerspital wurde dem Stadtrat auf seinem Sitzungstermin am 13.11.2008 zur Kenntnis gegeben. Mit der Bekanntgabe des Jahresergebnisses 2008 ist in Kürze - d. h. nach der nächste Woche stattfindenden Stiftungsratssitzung - zu rechnen. Ich darf deshalb zunächst auf das diesbezügliche Zahlenmaterial verweisen. ....

Volltext (pdf)



23.07.2009 - Aus dem Stadtrat

Kräftige Erhöhung der Fahrpreise im MVV zum 1. August

Stadtratsbeschluss mit nur 4 Gegenstimmen

Am 23.7.09 stimmte der Würzburger Stadtrat, bei nur 4 Gegenstimmen, der Fahrpreiserhöhung der MVV zu. Nachdem schon im letzten Jahr die Fahrpreise um 3,74% erhöht wurden, steigen sie jetzt nochmals um 3,78%. Auf Antrag des Stadtrats Holger Grünwedel erfolgte die Abstimmung namentlich.

Dies passt nicht in eine Zeit der Krise, in der immer mehr Bürger immer weniger Geld haben. Einen Personennahverkehr, den sich die Bürger nicht mehr leisten können, den braucht die Stadt nicht. Dann wäre auch der geplante Bau der Linie 6 überflüssig. Der öffentliche Nahverkehr muss, wenn er angenommen werden soll, attraktiv sein - dazu gehören auch wesentlich bezahlbare Fahrpreise. Nur wenn mehr Menschen den öffentlichen Nahverkehr nutzen (können), dient dies auch dem Klimaschutz.

Wie ernst die Grünen es mit dem ökologischen Umbau der Gesellschaft meinen, zeigte ihr Direktkandidat damit, dass während der Abstimmung den Sitzungssaal verließ. Es kommt nicht auf schöne Schaufensterreden an - Taten zählen. Dass auch die SPD geschlossen der Erhöhung zustimmte war nicht anders zu erwarten.

Mobilität ist eine Grundvoraussetzung zur Teilhabe an der Gesellschaft - Den Umstieg auf öffentlichen Nahverkehr gebietet der Klimawandel. DIE LINKE fordert deshalb einen ökologischen Umbau der keine Menschen ausgrenzt - einen Öffentlichen Nahverkehr den sich alle leisten können.

Holger Grünwedel      Belinda Brechbilder


Juni 2009 - Antrag an den Stadtrat

WVV-Spekulationsverluste: 

Prüfung von Schadensersatzansprüchen gegenüber Verantwortlichen für die WVV

Antrag:

Der Stadtrat beschließt als Konsequenz aus dem Urteil des Oberlandesgericht Bamberg vom 18.5.09, WVV ./. Deutsche Bank.

Zum Zwecke der Prüfung auf Schadensersatzansprüche gegen Verantwortliche der WVV und von Personen, die die Stadt Würzburg in der WVV vertreten haben, wird die Verwaltung beauftragt ein juristisches Gutachten einer Fachanwaltskanzlei einzuholen, um die juristischen Erfolgsaussichten einzuschätzen.

..
Zum vollen Text

Ergebnis:

MainPost online 23.6.2009 Auszug:

«Während die Bürger durch den Haupteingang in den Saal hineinwollen, müssen ihn sieben Stadträte durch den Nebeneingang verlassen. Es handelt sich um frühere Aufsichtsratsmitglieder der WVV. Sie dürfen wegen „persönlicher Beteiligung“ laut Gemeindeordnung nicht an der geheimen Abstimmung teilnehmen. Dabei geht es um die Millionenverluste der WVV durch die umstrittenen Zinsspekulationen. Die Linke hatte in einem Antrag ein juristisches Gutachten gefordert. Es soll klären, ob von den Verantwortlichen in Geschäftsführung und Aufsichtsrat der WVV Schadensersatz zu verlangen ist. Der Antrag wird einstimmig befürwortet.» Vollständiger Artikel


11.März 2009 - Anfrage an die Stadtverwaltung:

Widersprüche beim ALG II /ARGE Würzburg

Wie ist die Situation in Würzburg?

Laut einer Pressemitteilung der Agentur für Arbeit gab es 2008 bundesweit 789.000 Widersprüche gegen Hartz-IV-Bescheid. Wie ist die Situation in Würzburg?
  1. Wie viele Widersprüche sind im Jahr 2007 und im Jahr 2008 gegen Entscheidungen der ARGE Würzburg eingereicht worden?
  2. Gegen welche Entscheidungen richteten sich die Widersprüche in ihrer Mehrzahl?
  3. Wie lange dauert es in der Regel bis über einen Widerspruch entschieden wird?
  4. Wie vielen Widersprüchen wurde von der ARGE Würzburg selbst stattgegeben und welche Gründe waren wesentlich dafür?
  5. Wie viele Klagen sind gegen Entscheidungen der ARGE Würzburg anhängig?
  6. Von den eingereichten Klagen richten sich wie viele gegen
  1. Anrechnung von Einkommen beim ALG II
  2. Einstufung von Vermögenswerten
  3. Angemessenheit der Miete
  4. Höhe der zu erstattenden Heizkosten
  5. Anrechnung von Partnereinkommen
  6. durch die ARGE verhängte Sanktionen
Belinda Brechbilder | Anfrage

Antwort von Herrn Schreyer (Geschäftsführer der ARGE) vom 29.4.2009:

Aus der Antwort:

Die Zahl der Widersprüche ist fast um ca. 20% gestiegen.

Die Bearbeitungsfristen stiegen an - über die Hälfte der Widersprüche brauchen länger als ein 1/2 Jahr. Fast 20% sind auch nach einem ganzen Jahr noch nicht bearbeitet.

Antwort in Original (PDF - 69kB)
Anmerkung: die Nummerierung wurde in der Antwort geändert.


17.03.2009 - Anfrage an Kommunalreferent

Beendigung der Geschäftsbeziehung zu ARVATO?

Laut Handelsblatt (15.3.) zieht sich ARVATO aus Geschäft mit Kommunalverwaltungen zurück

Sehr geehrter Herr Kleiner,

wie ich dem Handelsblatt, entnehmen konnte, zieht sich Arvato aus dem Geschäft mit kommunalen Verwaltungen zurück.

Dazu habe ich folgende Fragen:

  • Ist Arvato bereit, den Vertrag im gegenseitigen Einvernehmen zu kündigen?
  • Wenn nein, beabsichtigt die Stadt Würzburg dies Arvato, mit Hinweis auf die Presseinformationen, vorzuschlagen?

Vielleicht besteht nun die Möglichkeit, die Angelegenheit Arvato zu einem für die Stadt Würzburg positivem Ende zu bringen.

Holger Grünwedel


19.Feb.2009 - Interfraktioneller Antrag

Schließung der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Würzburg

Unterbringung der Asylbewerber und geduldeten Ausländer in Privatwohnungen / auf dem freien Wohnungsmarkt

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

hier in Würzburg befindet sich mit ungefähr 700 Plätzen eine der größten Asylbewerber-Gemeinschaftsunterkünfte Bayerns. Hier leben derzeit 450 Ausländer mit unterschiedlichem Aufenthaltsstatus.
In dieser Gemeinschaftsunterkunft müssen Menschen teilweise über viele Jahre in schwierigen, auch unzumutbaren Verhältnissen leben, eine Unterbringung über so lange Zeiträume ist in jedem Falle nicht menschenwürdig.

Angesichts dessen und der zu dieser Problematik stattgefundenen Debatte des Baye-rischen Landtags im Dezember stellen die unterzeichnenden Mitglieder des Stadtrates den Antrag,
der Stadtrat möge nachstehende Resolution beschließen
und den Oberbürgermeister bitten,

sich bei der Bayerischen Staatsregierung für die Schließung
der Gemeinschaftsunterkunft in Würzburg einzusetzen.

....

Zum vollen Text


Pressemitteilung - 11.Februar 2009 | Holger Grünwedel

Konjunkturpakete I und II verringern die Einnahmen der Stadt Würzburg

Aufgrund der in den Konjunkturpaketen vorgesehenen Steuermindereinnahmen, wird auch der Haushalt der Stadt Würzburg belastet. Die Steuerausfälle haben eine dauerhafte Wirkung im Gegensatz der einmaligen Mittel im Konjunkturprogramm für Investitionen. Die Steuermindereinnahmen werden schon in den nächsten 3 Jahren die Summe der Investitionen aus dem Konjunkturprogramm erreichen. Das haben die ersten Erhebungen von Kämmerern in Bayern ergeben. Dazu habe ich eine Anfrage an den Stadtkämmerer gestellt. (Red: siehe unten)

Damit wird die Politik der Großen Koalition zu Lasten der Kommunen fortgesetzt und damit letztlich zu Lasten der Bürger.

Damit ist auch beantwortet wer diese Krise zu Zahlen hat und was Steuererleichterungen bedeuten. Weniger Geld für Bildung, Infrastruktur und Soziales. Dieses Konjunkturprogramm setzt die weitere Umverteilung von Unten nach Oben fort.

Die jetzt schon abzusehenden Steuermindereinnahmen, vor allem der Gewerbesteuer, werden durch die jetzt beschlossenen neuen Steuermindereinnahmen, die Haushalte der Kommunen weiter belasten. Damit erweist sich das Konjunkturpaket als eine Mogelpackung.


Feb.2009 | Anfrage an die Stadtkämmerei

Konjunkturpaket I und II

Thema: Zu erwartende Mindereinnahmen durch Steuersenkungen

Sehr geehrter Herr Schuchardt,

die vorgesehenen Steuersenkungen bei den Konjunkturpaketen I und II werden die Einnahmen der Kommune verringern.

Wie hoch werden die Mindereinnahmen für die Stadt Würzburg sein, die durch die Senkung von Steuern und Sozialabgaben (Beitragssatz GKV) im Rahmen der Konjunkturpakete I und II direkt und über den kommunalen Finanzausgleich entstehen in den Jahren 2009, 2010 und 2011?


10. Feb.2009 | Anfrage an das Kultur- und Schulreferat

Thema: Verbilligtes Mittagessen an Schulen

Sehr geehrter Al Ghusain,

die bayerische Staatregierung hat beschlossen, sich mit einem Euro an dem Mittagessen in Ganztagsschulen zu beteiligen, für Kinder aus sozialschwachen Familien, wenn sich die Kommune mit einem Euro daran beteiligt. Um den Kindern ein verbilligtes Mittagessen anzubieten.

Dazu habe ich folgende Fragen:

  • Wird sich die Stadt Würzburg daran beteiligen?
  • Wenn ja, welche Schulen sind davon betroffen und wie viele Kinder würden davon profitieren und ab wann?

23.2.2009 - Antwort Stadtrat Al Ghusain

Bezuschusste Mittagessen sind spätestens ab kommendem Schuljahr geplant - es gibt noch keine Richtlinien. "Häusliche Ersparnis" wird angerechnet.
Vollständige Antwort


Nov. 2008 - Unser Antrag an den Stadtrat:

Prüfung der Einrichtung eines Güterverteilzentrums in Würzburg

Betr. Antrag auf Prüfung zur Einrichtung eines Güterverteilzentrums zur Senkung der Emissionen in der Stadt Würzburg, unter Berücksichtigung von Fördermitteln aus dem Fond der EU für regionale Entwicklung (EFRE)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
ich bitte Sie folgenden Antrag dem Stadtrat zur Beratung vorzulegen.

Bitte um Prüfung zur Einrichtung eines Güterverteilzentrums zur Senkung der Emissionen in der Stadt Würzburg, unter Berücksichtigung von Fördermitteln aus dem Fond der EU für regionale Entwicklung (EFRE). Mit dem Ziel eines emissionsfreien Lieferverkehr, sowie die Vermeidung von Leerfahrten und besserer Ausnutzung der Ladekapazitäten, um den Lieferverkehr zu reduzieren.

Begründung:
Die Stadt Würzburg hat einen hohen Anteil an Lieferverkehr am Gesamtverkehrsaufkommen. Vor allem durch die Liberalisierung des Güterkraftverkehrs, haben die Fahrzeuge und Fahrten im Lieferverkehr zugenommen. Dies ist für jeden sichtbar, zum Beispiel morgens in der Fußgängerzone.

Die derzeitigen Verordnungen der EU für Emissionen in der Luft, zwingen die Kommunen neue Wege zu gehen, um diese Emissionen zu verringern. Der beste Verkehr ist der, der gar nicht stattfindet....

Vollständiger Antrag
Der Antrag wurde angenommen.

Unsere Anfrage an die Stadtkämmerei:

SGB II-Änderungen - Kosten für die Stadt

Kosten der Unterkunft für die Stadt Würzburg und Auswirkung der Senkung der Bundesbeteiligung auf die Stadt

Hintergrund ist folgende Gesetzesänderung der Bundesregierung, im Bereich des SGB II: Absenkung des Anteil des Bundes an der Finanzierung der Kosten der Unterkunft auf 25,4% und für die Länder Rheinland-Pfalz auf 35,4% und Baden-Württemberg auf 29,4%.

Antwort der Stadtkämmerei:

Leistungen für Unterkunft und Heizung (Stadt Würzburg) Beteiligung des Bundes an Unterkunftskosten
2008 17.350.000€ 4.980.000€ 28,6%
2009 17.700.000€ 5.550.000€ 25,6%

«Der Bundesanteil wird durch eine in § 46Abs. 7 SGB II bestimmte Formel, die sich an der Entwicklung der Bedarfgemeinschaften orientiert, festgesetzt. Im Bewertungszeitraum ging der bundesweite Jahresdurchschnitt der Bedarfgemeinschaften um 4,3% zurück. Nach dieser Entwicklung müßte die Beteiligungsquote um 3% zurückgehen. Dies führt zu Mindereinnahmen von rund 500.000€.»


Oktober 2008 - Unser Antrag an den Stadtrat:

Einkommensgestaffelte Elternbeiträge zu Kindergärten und Horten

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

ich bitte Sie den nachstehenden Antrag dem Stadtrat zu den Beratungen zu den Elternbeiträgen für die städtischen Kindergärten, Kinderhorte und Kindergrippen vorzulegen. Die Verwaltung wird beauftragt, nach Einkommen gestaffelte Elterbeiträge für die städtischen Kindergrippen, Kindergärten und Kinderhorte vorzulegen.

Begründung:

Die derzeitigen Elternbeiträge belasten alle Einkommensschichten mit dem gleichen Beitrag. Um einen sozial vertretbaren Elternbeitrag zu erreichen, müssen die Elternbeiträge von der Einkommenshöhe der Eltern abhängig gemacht werden.

Vor allem Eltern mit mittlerem und geringem Einkommen werden mit der bisherigen Praxis benachteiligt. Bei der derzeitigen Höhe der Elternbeiträge werden vor allem Alleinerziehende bei einer Erwerbstätigkeit besonders belastet....

Vollständiger Antrag
Der Antrag wurde abgelehnt.

17. Juni 2008 - Interfraktioneller Antrag an den Stadtrat:

Öffnung des Trausaals

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

wir, die UnterzeichnerInnen, bitten Sie, diesen Antrag in der nächsten Stadtratssitzung am 26. Juni 2008 auf die Tagesordnung zu setzen und in der nachfolgenden Sitzung abschließend zu behandeln. Eine Behandlung in einem vorberatenden Ausschuss halten die UnterzeichnerInnen von der Sache her für nicht erforderlich.

Überfraktioneller Antrag

Der Stadtrat möge beschließen:

Ab sofort ist es gleichgeschlechtlichen Paaren auch in Würzburg gestattet, ihre „Eingetragene Lebenspartnerschaft“ im Trausaal des Rathauses von einem Notar beglaubigen zu lassen. Für die Nutzung des Trausaales wird eine angemessene Gebühr erhoben.

Vollständiger Antrag

Ergebnis: Der Antrag wurde angenommen.